Zeremonien / Rituale
Die erste Annahme im Schamanismus ist, dass alles was ist, eine unsterbliche Seele in sich trägt.
Alle Bäume, Steine, Tiere, alle Wesen der Luft und des Himmels. In einer Zeremonie oder einem Ritual können wir uns mit allem verbinden. In allen Zeitaltern hatte dies eine elementare Bedeutung für alle Völker.
Ein Ritual dient dazu, eine Verbindung auf heilige Weise zu beginnen oder zu beenden. Die Geburt eines Kindes, der Anfang eines neuen Lebensabschnittes oder das Ende einer Partnerschaft / Freundschaft oder der Verlust eines geliebten Menschen / Tieres…
Mit allem gehen wir eine Verbindung - eine Beziehung ein. Aber wie oft beginnen oder beenden wir das alles völlig gedankenlos?
Wir wohnen lange mit einem Partner zusammen, doch bei einer Trennung beenden wir diese nicht wirklich. Was oft zurück bleibt ist Wut, Zorn oder Trauer. Wir wohnen lange in einer Wohnung, fühlen uns dort sehr wohl, aber wenn wir ausziehen, gehen wir einfach - ohne uns zu verabschieden.
Aus schamanischer Sicht ist alles beseelt und so sollten wir auch all diese Dinge betrachten - als etwas Lebendiges. Wie ein Mensch, den wir begrüßen, wenn er kommt und den wir verabschieden, wenn er wieder geht. Wenn wir eine Beziehung einfach kappen, ohne uns zu verabschieden führt das oft zu Ungleichgewicht oder Krankheit.
Früher wurden unter anderem die Jahreszeiten rituell willkommen geheißen oder verabschiedet. Für alle Anlässe gab es Rituale und Zeremonien, um das Lebendige in allen Dingen anzusprechen. In Dankbarkeit wurde das Vergangene verabschiedet und das Neue willkommen geheißen. Wenn ein Kind bereit war erwachsen zu werden, wurde das mit einem Ritual begangen - aber nicht mit Bergen von Geschenken, wie in heutigen Tagen - sondern, das Kind musste zeigen, dass es bereit war Er-wachsen zu sein.
In meiner Arbeit helfe ich den Klienten, die richtigen Zeremonien oder Rituale zu finden, angepasst an unsere Zeit und unsere Lebenssituation.